Präventive Maßnahmen auf der Basis der Lebenskompetenzförderung zeigen deutlich positive Ergebnisse im Hinblick auf eine Verhinderung bzw. Verzögerung des Konsumbeginns und eine Verhinderung des langfristigen Missbrauchverhaltens (Expertise zur Primärprävention, BMG, 1993).
Im Mittelpunkt der Suchtprävention stehen demnach:
1. Das Entwickeln der eigenen Identität
- Stärkung des Selbstwertgefühls
- Erkennen eigener Bedürfnisse und Interessen
- Akzeptanz des eigenen Körpers
- Wahrnehmen und Ausdrücken eigener Gefühle
2. Kommunikationsfähigkeit
- Beziehungen eingehen können
- Akzeptanz und Toleranz
- Nähe und Distanz im Kontakt herstellen und aushalten
3. Konfliktfähigkeit
- Entscheidungsfähigkeit
- Umgang mit Stress
- das Entwickeln passender Lösungsstrategien
4. Entspannungs- und Genussfähigkeit
- Wahrnehmung
- sinnhaftes Erleben
Kinder und Jugendliche mit Selbstvertrauen, die Zuneigung und Bestätigung erfahren und über ein breites Spektrum an Verhaltens- und Handlungsmöglichkeiten verfügen, müssen zur Problemlösung nicht auf Suchtmittel oder süchtige Verhaltensweisen ausweichen. Für sie reduziert sich die Gefahr, dass sich aus neugierigem Probieren eine zukünftige Abhängigkeit entwickelt.
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